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Warum wir die DSGVO entspannt sehen

Dies ist bereits unser zweiter Beitrag zu dem Thema, aber es ist auch bedeutsam.

 

Mit dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung im Mai dieses Jahres, rufen viele nun…

  • dies sei das Ende guten Marketings,
  • dies sei das Ende von relevantem Marketing,
  • dies sei das Ende des Targetings und von Zielgruppen,
  • dies sei das Ende von unbehelligten Datenschutz-Verstößen.

Zumindest eines der Statements ist im Ansatz korrekt und das ist das letzte.

Die DSGVO ist der wahr gewordene Alptraum für die meisten Performance-Marketing-Unternehmen. Deren Geschäftsmodelle basieren in weiten Teilen auf dem Tracking von Nutzern, bis hin zu Details, die selbst deren Mütter nicht wüssten.
Diese Unternehmen erzählen und, dass dies der Weg sei, den der Nutzer möchte; dass der Konsument nur Werbung sehen möchte, die zu seiner Persönlichkeit passt.

Überaschung. Das ist nicht die Art und Weise, wie Werbung wirkt.

Konsumenten mögen keine Werbung – unabhängig davon, ob sie relevant ist oder nicht. Wenn ich an mein eigenes Verhalten denke, muss ich sogar zugeben, dass ich „Targeted Ads“ geradezu hasse, da sie mir etwas zeigen, das ich in der Regel bereits kenne. Denke ich genauer darüber nach, ist es gar nicht das Targeting, das mich stört – es ist vielmehr die Tatsache, dass Unternehmen sich nur noch darauf fokussieren und die Optimierung der eigentlichen Anzeige außer Acht lassen (und ich spreche nicht von der Optimierung der Conversion Rates mit CTR-Optimierung, was am Ende meist darauf hinaus läuft, dass lediglich so lange Verkaufschance ausgeblendet werden, bis die restlichen Zahlen gut wirken). Dies ist, als würde man potenziellen Kunden in der Offline-Welt durch die ganze Stadt folgen und ihnen immer wieder einen Satz zubrüllen, der diese schon beim ersten Mal genervt hat.

 

Die DSGVO ist am Ende eine Chance wieder zu guter Werbung zu finden.

Gute Werbung bedeutet in diesem Kontext die Rückbesinnung auf die Zielgruppe (die des Produkts, bzw. der Marke und nicht die der CTR) und die Optimierung der Werbebotschaft, so dass diese relevanten Personen perfekt anspricht. Im Anschluss muss man lediglich die Kanäle auswählen, auf denen man besagte Menschen erreicht und die Botschaft verkünden.

Personen, die für die jeweilige Anzeige nicht relevant sind, nehmen diese in der Regel sowieso nicht war (das ist unser natürliches, unterbewusstes Schutzschild, das wir alle in unseren Köpfen herum tragen).
Am Ende ändert sich für Konsumenten also wenig. Für Marken ebenfalls, da bei genauer Vollkostenbetrachtung Performance Marketing im Internet in der Regel nicht wirklich günstiger ist als bspw. TV-Werbung.

 

Also warum sehen wir die DSGVO derart entspannt?
Weil Placedise nicht auf private Daten von Nutzern angewiesen ist und damit auch Sie nicht, wenn Sie unsere Tools nutzen. Wir nutzen wissenschaftliche historische Daten, um Konsumentenverhalten zu simulieren und vorherzusagen (Predictive Analytics). Wir verwenden diese Technik im Anschluss, um Werbung dahingehend zu optimieren, die Zielgruppe perfekt anzusprechen. Wer limitieren also nicht den Kanal der Botschaft, sondern unterstützen aktiv dabei, dass unsere Kunden das Optimum aus ihren Branded Content Maßnahmen und TV-Werbung herausholen. (Mehr dazu, wieso unser Ansatz so gut funktioniert lesen Sie hier.)

Und wenn wir so darüber nachdenken, führt uns die DSGVO auch nicht in die 50er Jahre zurück (wie manche behaupten). Der Umfang, in dem Placedise Werbung analysieren und optimieren kann, wäre ohne heutige Computer-Power nicht möglich.

 

Daher sehen wir die DSGVO entspannt und darum sollten Sie das auch tun (außer Sie arbeiten für ein Performance-Marketing-Targeting-Unternehmen)!

 

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Jens Kuerschner

Autor: Jens Kuerschner

Jens Kürschner ist Gründer und CEO/Geschäftsführer von Placedise. Als Experte für Konsumentenverhalten und Medien-Enthusiast ist er maßgeblich für das Produkt-Know-How verantwortlich. In unserem Blog wird dieses Wissen sowie die Erfahrungen aus langjähriger Forschung und Studium mit Ihnen geteilt.

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